Anfang des Monats reiste Richard Gutjahr nach New York, um dort ein Ipad mit als Erster in den Händen halten zu dürfen. Das hat so sensationell gut geklappt, dass er sogar der Aller- Erste überhaupt war, stark. Zum Glück berichtete Gutjahr darüber auf allen möglichen sozialen Medienkanälen, sonst hätte das gar keiner mitbekommen. Mal abgesehen von dem ganzen Mainstream- Medien- Wahnsinn…
Ich habe mich damals (und tue es auch heute noch) an der Aktion gerieben und die – eigentlich ewig alte und fast schon schrecklich konservative – Frage gestellt, inwieweit Journalisten, meinetwegen auch in ihrer Freizeit, so sehr für ein Produkt Farbe bekennen dürfen wie es Richard Gutjahr übertrieben gut gemacht hat. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob es sich um ein Produkt von Apple handelt, einen Fussball- Verein oder gar eine Partei. Journalisten dürfen meiner Meinung nach – auch nicht im Web 2.0 – die journalistische Unabhängigkeit mutwillig durch den Kakao ziehen.
Bei Felix Hügel gibt es nochmal alle Artikel zur Diskussion:
Wer nochmal lesen möchte, was ich dazu geschrieben habe:
- Zu Gutjahrs “2 Days of Fame”: Zwischen PR und Journalismus passt kaum ein Ipad
- Freie Journalisten zwischen gekonnter Selbstvermarktung und der Absage an objektiven Journalismus


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Zu der dich beschäftigenden Thematik über den Wert von, und Anspruch an Journalismus hat die Sueddeutsche eine interessante Serie gestartet: “Wozu noch Journalismus?” Da lohnt ein Blick, auch wenn der Inhalt sich nicht explizit auf die Gutjahr-Problematik bezieht, sondern allgemeiner gefasst ist – die Richtung ist wohl diesselbe.
http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/medien/217/50…